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- Eine Geschichte zur Brachytherapie
Urologen und Strahlentherapeuten arbeiten bei dieser zielgerichteten, hochdosierten Bestrahlung der Prostata Hand in Hand. Unverzichtbar für die HDR-Brachytherapie (HDR steht für „high dose rate“) ist eine genaue Diagnostik, in deren Rahmen die Ausbreitung des Karzinoms festgestellt wird. Behandelbar sind nur lokal gewachsene Prostatakarzinome, außerdem darf die Prostata allenfalls ein Volumen von 30 bis 50 Millilitern aufweisen, damit die Strahlendosis optimal verteilt werden kann. Denn: „Wenn die Prostata größer ist, muss die Drüse vor dem Eingriff hormonell verkleinert werden“, so Dr. med. Ulrich Kaldenbach, Oberarzt in der Klinik für Urologie am HELIOS Klinikum Wuppertal. Aber auch wenn die Prostata zu klein ist, nehmen die Ärzte Abstand von der HDR-Brachytherapie. Die Bestrahlung muss dann auf anderem Wege – zum Beispiel von außen durch die Haut – erfolgen.
Im Rahmen der HDR-Brachytherapie wird die Prostata des Patienten zunächst viermal im Abstand von jeweils zwei Wochen innerlich bestrahlt. Zwei Wochen nach der vierten Bestrahlungen von folgt dann die zweite Phase der Behandlung – eine tägliche Bestrahlung der Prostata von außen über einen Zeitraum von fünf Wochen. Wie die Therapie angeschlagen hat, überprüfen Urologen und Strahlentherapeuten in der Nachsorge.
„Die Fünf-Jahres-Ergebnisse sehen sehr gut aus“, weiß Prof. Dr. med. Burkhart Schilcher, Chefarzt der Klinik für Strahlenheilkunde am HELIOS Klinikum Wuppertal. Aus seiner Sicht hat die HDR-Brachytherapie viele Vorteile: So ermöglicht das Verfahren eine hohe Strahlendosis, die direkt am Tumor abgegeben wird. Gleichzeitig werden die empfindlichen Strukturen, welche die Prostata umgeben, geschont. Darüber hinaus kann eine große Operation vermieden werden. Weiterer Pluspunkt: Die Komplikationsraten sind nach Auskunft der behandelnden Ärzte als gering einzustufen. Es kann zu vorübergehenden Darm- und Blasenstörungen kommen, die allerdings mit Medikamenten gut behandelt werden können.
Bei Herrn L. aus Wuppertal traten keinerlei Komplikationen auf. Der 72-Jährige befindet sich derzeit in der Nachsorge. Über regelmäßige Blutuntersuchungen kontrollieren die Ärzte nun, ob die HDR-Brachytherapie angeschlagen hat.





