Risikofaktoren für Prostatakrebs

Familiäre Vorgeschichte

In Familien, in denen bereits mehrere Männer (insbesondere nahe Verwandte wie Vater oder Bruder) an Prostatakrebs erkrankt sind, besteht ein erhöhtes Krankheitsrisiko.

Hormonelle Ursachen

Im Alter ist die Krebserkrankung wesentlich häufiger, beim jungen Mann kommt sie sehr selten vor. Hier spielen die hormonellen Einflüsse eine Rolle: Die Tumorzellen stehen unter der Kontrolle von Testosteron, ein Umstand, der auch für die Therapie von großer Bedeutung ist.

Ungesunde Lebensweise

Auch der Ernährung wird eine große Rolle zugeschrieben. Fettarme und faserreiche Lebensmittel (z.B. Tomaten, Soja, Kohl) sollen das Krebsrisiko senken, eine zu fettreiche Nahrung das Risiko entsprechend erhöhen. Es gibt zahlreiche Studien, die einen – wenn auch nur mäßigen – Schutzeffekt dieser Nahrungsmittel belegen. Eine fettreiche Ernährung – und hier vor allem mit tierischen Fetten – scheint das Erkrankungsrisiko zu erhöhen.

Andere Aspekte

Inwieweit Vitaminmangel (Vitamin A, Vitamin D), Sonnenmangel, berufliche Faktoren oder das Sexualverhalten für die Krebsentstehung mit verantwortlich sind, ist heute noch nicht abschließend geklärt. Zeitweise galt die Sterilisation (Vasektomie) als Risikofaktor, dies ist jedoch inzwischen widerlegt.