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- Funktion und Struktur der Prostata
Die Prostata – auch Vorsteherdrüse genannt – ist eine etwa kastaniengroße Geschlechtsdrüse, die unterhalb der Harnblase liegt. Beim jungen Mann wiegt sie etwa zehn Gramm, ihr Gewicht nimmt im höheren Alter aber meist deutlich zu. Zusammen mit den Hoden bildet sie die männlichen Fortpflanzungsorgane und besteht aus vielen einzelnen kleinen Drüsen, Muskelfasern und Bindegewebe. Die Prostata umgibt ringförmig den hinteren Teil der Harnröhre.
Die Hauptaufgabe der Prostata
Die Prostata produziert das milchige und zähflüssige Prostatasekret. Es ist ein wichtiger Bestandteil der Samenflüssigkeit, weil es die Beweglichkeit und Befruchtungsfähigkeit der Spermien anregt. Bei einem Samenerguss wird das Prostatasekret zusammen mit den in den Samenblasen und Hoden produzierten Spermien in die Harnröhre abgegeben.
Die Rolle des Testosterons
Wachstum und Funktion der Prostata werden im Wesentlichen vom männlichen Geschlechtshormon Testosteron gesteuert, das in den Hoden (Testes) gebildet wird. Durch Eingriffe in den Testosteronstoffwechsel kann man deshalb auch das Zellwachstum der Prostatazellen beeinflussen.
Die gutartige Prostatavergrößerung
Viele Männer bekommen mit zunehmendem Lebensalter Beschwerden beim Wasserlassen. Strahlabschwächung, vermehrter Harndrang, Startverzögerung und nächtliches Wasserlassen gehören zu diesem Beschwerdebild. Ursache ist häufig eine gutartige Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie; BPH).
Bei Beschwerden ist eine urologische Untersuchung wichtig. Nur so kann ein Prostatakarzinom ausgeschlossen werden, das sich auch hinter dem Beschwerdebild verbergen könnte. Wichtig ist es deshalb, dass Sie auf die Symptome achten und frühzeitig Ihren Urologen aufsuchen. Noch besser ist es, wenn Sie sich an den jährlichen Vorsorgeuntersuchungen beteiligen, die in Deutschland leider von vielen Männern immer noch nicht wahrgenommen werden.






