Masern
Bei den Masern handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die durch das Masernvirus hervorgerufen wird. Masern sind hoch ansteckend.
Ursache von Masern
Die Übertragung erfolgt durch Direktkontakt oder über Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch (z.B. beim Niesen, Sprechen, Husten). Von der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit dauert es zirka 8 bis 12 Tage.
Symptome der Masern
Bei folgenden Symptomen könnte es sich um Masern handeln:
- Anfänglich: Fieber und Erkältungssymptome (Schnupfen, Halsschmerzen, Heiserkeit, trockener Husten) sowie Bindehautentzündung
- feine kalkweiße Flecken auf der Wangenschleimhaut
- düsterrote Verfärbung der Mundschleimhaut insbesondere im Bereich des Gaumens
- drei bis vier Tage nach den Erstsymptomen erneut hohes Fieber
- typischer fleckförmiger, leicht erhabener roter Hautausschlag (beginnt meist hinter den Ohren und im Gesicht, breitet sich anschließend über den gesamten Körper aus)
- Höhepunkt der Erkrankung: meist am 2. bis 3. Tag des Ausschlags
- begleitend oft Lymphknotenschwellungen am gesamten Körper
Diagnose der Masern
Die Diagnose stellt der Arzt im Allgemeinen anhand der typischen Masern-Symptome. Laboruntersuchungen können außerdem die masernspezifischen Antikörper vom sogenannten IgM-Typ nachweisen, der dann die Masern-Infektion beweist.
Behandlung bei Masern
Eine spezifische Masern-Therapie ist im Moment nicht möglich – die Erkrankung klingt nach zirka sieben bis zehn Tagen von allein ab. Bei Folgeinfektionen durch Bakterien werden in der Regel Antibiotika eingesetzt.
Die Maserninfektion hinterlässt eine deutliche Abwehrschwäche für zirka sechs Wochen. In dieser Zeit treten oft Folge-Infektionen auf (z.B. Lungen- oder Mittelohrentzündungen bzw. Durchfallerkrankungen). Die gefürchtetste Komplikation bzw. Folgekrankheit ist die masernbedingte Hirnentzündung, die mit einer Häufigkeit von 1:500 bis 1:2.000 auftritt. Typische Symptome können sein: vermehrte Schläfrigkeit, Krampfanfälle oder Lähmungserscheinungen.
Auch heute sterben noch zirka 30 Prozent der Patienten mit einer masernbedingten Hirnentzündung, rund 20 Prozent behalten dauerhafte Schäden.
Besondere Hinweise
Masern sind auch heute noch eine schwere und bedrohliche Infektionskrankheit. Da keine Therapie zur Verfügung steht, ist die wichtigste Maßnahme zur Verhütung der Masern die aktive Immunisierung.
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