Klumpfuß

Klumpfuß

Der Klumpfuß ist die häufigste angeborene Fußverformung. Jungen sind davon doppelt so häufig betroffen wie Mädchen. Es gibt verschiedene Schweregrade der Erkrankung. Sie richten sich danach, wie leicht sich der Fuß in eine normale Stellung bringen lässt.

 

Ursachen eines Klumpfußes

Die Ursache eines Klumpfußes ist bis heute unklar. Jungen sind jedoch doppelt so häufig wie Mädchen betroffen. Viele Faktoren sind untersucht worden, die einen Klumpfuß begünstigen könnten: Genetische Faktoren, zu wenig Fruchtwasser, Fruchtwassertest (Amniozentese), Rauchen in der Schwangerschaft, etc. Bei Syndromen neurologischer Art oder Muskelerkrankungen kommt ein Klumpfuß häufiger vor.

 

Symptome des Klumpfußes

Das Kind zeigt typischerweise folgende Symptome:

  • Es hat einen Spitzfuß
  • Der hintere Teil des Fußes (Rückfuß) ist nach innen gekrümmt
  • Der vordere Teil des Fußes (Vorderfuß) ist nach innen gezogen und nach innen gedreht
  • Es zeigt sich eine typische Hautfaltenbildung und eine typische „Klumpfußwade“

 

 

Diagnose des Klumpfußes

Der Schweregrad der Erkrankung wird ermittelt, indem der Fuß bewegt beobachtet wird, wie starr die Fehlstellung des Fußes ist  (Blickdiagnose). Mit einer Röntgenaufnahme kann ab einem Alter von zirka fünf Monaten zudem geklärt werden, ob eine Operation notwendig ist.

 

Behandlung des Klumpfußes

Die ärztliche Behandlung eines Klumpfußes kann mit dem ersten Lebenstag beginnen: Der Fuß wird dabei in Richtung einer normalen Fußstellung geführt und die dadurch erreichte Stellung mit speziellen Gipsverbänden fixiert (Oberschenkel-Klumpfußgipse). Bleiben trotzdem Fehlstellungen zurück, so kann der Arzt diese ab dem sechsten Lebensmonat operieren. Nach der OP muss dann noch für zirka acht Wochen ein Gips getragen werden.

 

Nachsorge bei Klumpfuß

Nach einer Operation ist Krankengymnastik wichtig. Außerdem müssen sogenannte Lagerungsschienen angefertigt werden. Auch später werden Spezialeinlagen und Therapieschuhe benötigt.

Ihr Kind muss wahrscheinlich kaum eine wesentliche Einschränkung hinsichtlich Schulsport oder Berufswahl befürchten.