Hüftluxation

Hüftluxation

Wenn das Hüftgelenk so verrenkt wird, dass der Hüftkopf aus der Pfanne tritt, liegt eine „Hüftgelenksluxation“ vor. Sehr selten ist die Störung angeboren, in den meisten Fällen kommt es nach der Geburt dazu, weil sich die Hüftgelenksanlage mangelhaft entwickelt (Hüftgelenksdysplasie). Die frühzeitige Diagnose ist besonders wichtig für den späteren Verlauf. Mädchen sind viermal so häufig betroffen wie Jungen.

 

Symptome der Hüftluxation

Das Kind zeigt typischerweise folgende Symptome:

  • Es kann die Beine nur eingeschränkt spreizen (Abduktionsbehinderung)
  • Seine Beine sind unterschiedlich lang
  • Am Gesäß zeichnet sich ein typisches Hautfaltenbild ab

Diagnose der Hüftluxation

Wichtig für die Diagnose ist die Vorgeschichte der Erkrankung Ihres Kindes. Dabei sollten auch mögliche Risikofaktoren bestimmt werden. Eine gründliche körperliche Untersuchung hilft, Bewegungseinschränkungen genau zu erfassen. Mit Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen kann schließlich die Verrenkung exakt nachgewiesen werden.  

Da im späteren Lebensalter der Ultraschall als Untersuchungstechnik oft nicht mehr genügt, wird in Einzelfällen auch eine Computer- oder Magnetresonanztomographie durchgeführt.

 

Behandlung der Hüftluxation

Je nach Alter des Kindes und Schwere der Erkrankung können die Maßnahmen unterschiedlich sein. Bei der konservativen, d.h. nichtoperativen Behandlung werden z.B. verschiedene Hilfsmittel eingesetzt, die das Spreizen der Beine fördern. Ziel der Behandlung ist dabei immer, den Hüftkopf in die richtige Stellung zu bringen und ihn dort zu halten. Bei Luxationen im Alter ab etwa zwölf Wochen geschieht dies am besten durch Längs- und Vertikalzug (Overheadextension). Diese Behandlung dauert rund drei Wochen und findet im Krankenhaus statt. Anschließend bekommt Ihr Kind in der Regel zwei- bis dreimal einen Sitzhockgips für jeweils sechs Wochen. 

Ab einem Alter von zwölf Monaten kann eine Hüftluxation auch operiert werden. Dabei wird die Hüfte wieder eingerenkt, der Oberschenkelknochen in die richtige Lage gedreht, verkürzt und die Hüftpfanne korrigiert. Nach der Operation bekommt das Kind für zirka sechs Wochen einen Beckenbeingips. Anschließend muss das Kind wieder lernen, sich schrittweise zu bewegen und mobil zu werden.

 

Nachsorge der Hüftluxation

Wurde eine Hüftluxation diagnostiziert, ist regelmäßig eine ärztliche Kontrolle angeraten.