Heuschnupfen

Heuschnupfen

Wer an Heuschnupfen leidet, ist oft – insbesondere bei zunehmend fortscheitender Ausprägung – in seiner Lebensqualität erheblich beeinträchtigt. Beim Heuschnupfen im engeren Sinn handelt es sich um eine, durch eine Pollenallergie hervorgerufene, Entzündung der Nasenschleimhaut, die saisonal auftritt. 

Seit kurzem unterscheiden Ärzte zwischen Heuschnupfen, der weniger als vier Wochen und jenem, der länger als vier Wochen dauert.

 

Ursachen von Heuschnupfen

Die häufigsten Pollenallergien werden durch früh blühende Baumpollen (Birke, Erle, Hasel), Mittelblüher (Gräserpollen) und Spätblüher (Beifuß) verursacht.

 

Symptome bei Heuschnupfen

Bei Heuschnupfen sind folgende Symptome saisonal typisch:

  • Jucken in der Nase, Niesreiz, Verstopfung der Nase, Naselaufen
  • neben der Nasenschleimhaut kann auch die Augenbindehaut mit Rötung und Juckreiz betroffen sein
  • gleichzeitig kann es zu einer (chronischen) Entzündung der Nasennebenhöhlen kommen
  • höheres Risiko für ein allergisches Bronchialasthma
  • insbesondere Birkenpollenallergiker leiden nicht selten an Nahrungsmittelunverträglichkeiten (z.B Steinobst, besonders Apfel). Hintergrund sind sogenannte Kreuzallergien.

Diagnose von Heuschnupfen

Zunächst wird der Arzt in einem ausführlichen Gespräch den Krankheitsverlauf Ihres Kindes erfragen (Anamnese). Wichtig sind folgende Informationen: Zeitpunkt (Jahreszeit, Tageszeit, Regelmäßigkeit), Aufenthaltsortes (drinnen, draußen) oder andere Begleitumstände (Tierkontakt). In der Regel wird der Arzt anschließend die möglichen Allergene mittels eines Hauttestes (Prick-Test) gezielt überprüfen. Zusätzlich können auch Blutuntersuchungen auf Antikörper gegen bestimmte Allergene sinnvoll sein. In manchen Fällen ist für die Diagnose auch eine gezielte Provokation der Nasenschleimhaut mit verdächtigen Allergenen erforderlich.

 

Behandlung von Heuschnupfen

Das beste Mittel zur Vermeidung der Beschwerden ist (wenn möglich) die Allergene zu meiden. Wenn das nicht möglich ist, kann versucht werden, die Symptome mit sogenannten Antihistaminika zu behandeln. Nasenspray oder –tropfen, Augentropfen oder Tabletten sind mögliche Darreichungsformen. Daneben können auch Kortisonpräparate eingesetzt werden. Die einzige derzeit bekannte Behandlung der Allergie-Ursache ist die sogenannte systemische Immuntherapie (SIT, auch Hypo- oder Desensibilisierung). Hierbei werden die Allergene oder Teile davon in genau definierten Mengen und langsam ansteigenden Dosen unter ärztlicher Kontrolle gezielt über einen längeren Zeitraum verabreicht. Wegen des Risikos von unerwünschten Nebenwirkungen bis zum allergischen Schock, müssen diese Behandlungen von entsprechend ausgebildeten Ärzten und unter bestimmten Vorsichtsmassnahmen erfolgen.

 

Anmerkungen zu Heuschnupfen

Da manche Heuschnupfen-Geplagten auch ein höheres Risiko haben, weitere Allergien zu entwickeln, ist eine fachärztlich allergologische Betreuung dringend zu empfehlen. Bei rechtzeitiger und gezielter Therapie kann eine Ausdehnung der Krankheit unter Umständen aufgehalten bzw. verzögert werden.