- Fachportal Brustkrebs
- Therapiemöglichkeiten
- Nebenwirkungen der Therapieformen
Egal, ob Chemo-, Strahlen- oder Hormontherapie – Nebenwirkungen sind bei den aufgezeigten Behandlungsmöglichkeiten meist unvermeidlich.
Die bei der Hormontherapie auftretenden Beschwerden sind einigen Wechseljahresymptomen ähnlich: Hitzewallungen, Übelkeit und wechselhafte Stimmungen können die Folgen einer solchen Therapie sein. Manche Wirkstoffe können auch zu einem Nachlassen der sexuellen Lust oder zur Gewichtszunahme durch Wassereinlagerungen führen.
Bei der Strahlentherapie wird immer auch ein Teil der Lunge mitbestrahlt. Die Folge kann eventuell eine Art Lungenentzündung sein. Um die Tumorzellen per Röntgenstrahlen zu erreichen, geraten auch gesunde Hautzellen in Mitleidenschaft. Daher kann es zu Hautrötungen und -reizungen (ähnlich wie bei einem Sonnenbrand) kommen. Bei vielen Patientinnen kann auch verstärkt Müdigkeit und Abgeschlagenheit auftreten, vor allem gegen Ende der Behandlung.
Die Chemotherapie greift nicht nur schnell wachsende Krebszellen an, daneben wirkt sie sich auch auf gesunde, sich schnell teilende Zellen des Körpers, wie z.B. Haarwurzelzellen, Zellen des Magen-Darm-Trakts und Geschlechtszellen aus: Haarausfall sowie Übelkeit und Erbrechen können daher auftreten. Auch vermindert eine Chemotherapie unter Umständen die Anzahl an weißen und roten Blutkörperchen im Blut, so dass der Körper gegenüber Infektionen anfälliger wird und das Blutungsrisiko sowie das Risiko einer Blutarmut (Anämie) steigen.
Fatigue - Das Tumor-Erschöpfungssyndrom
Erschöpfung, Antriebslosigkeit, Konzentrationsmängel, mangelnde Motivation: Viele Patientinnen, die an Brustkrebs erkrankt sind, leiden unter den Symptomen des »Fatigue Syndroms«. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen und bedeute »Ermüdung«. Betroffene leiden trotz ausreichender Ruhe an quälender Erschöpfung, die ihnen das Gefühl gibt, keine Kraft mehr zu haben. Alltägliches wie Treppensteigen oder Einkaufen werden zur Last, die nicht mehr bewältigt werden kann. Im Gespräch mit dem behandelnden Arzt können geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen und Lösungen gefunden werden. Doch auch die Patientinnen selbst können dazu beitragen, die Erschöpfung zu lindern:
- Haushalten Sie mit Ihren Kräften und finden Sie Ihre eigene Balance zwischen Unter- und Überforderung.
- Hören Sie auf Ihren Körper.
- Legen Sie ausreichend Pausen ein, lernen Sie Entspannungstechniken.
- Planen Sie Ihren Tag, damit es einen Wechsel zwischen Aktivität und Ruhe gibt.
- Sorgen Sie für guten Schlaf bei für Sie optimaler Zimmertemperatur.
- Achten Sie auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung.
- Reden Sie offen mit Ihren Angehörigen/Freunden aber auch Ihrem Arzt über das Problem.
- Tägliche Sporteinheit/ tägliche Aktivitäten (möglichst immer den gleichen Übungsablauf zur gleichen Zeit).
Hand-Fuß-Syndrom
Bei der Gabe von bestimmen Zytostatika kann es bei den Patientinnen zum sogenannten Hand-Fuß-Syndrom kommen. Die Symptome: Rötungen und Schwellungen an Handinnenflächen und Fußsohlen, die mit unter sehr schmerzhaft sind. Stellenweise löst sich auch die oberste Hautschicht ab.
Das alltägliche Leben wird dadurch stark eingeschränkt. Wie kann man den Patientinnen Linderung verschaffen? Um das Ausmaß des Hand-Fuß-Syndroms einzudämmen, kann die Chemotherapie unterbrochen bzw. über eine Veränderung in der Dosierung nachgedacht werden. Zusätzlich ist die Gabe von Schmerzmitteln (Analgetika) und Vitamin B6 möglich.







