Risikofaktoren für Brustkrebs

Das Alter

Allgemeines Altersrisiko: Über 66 Prozent aller erkrankten Frauen sind älter als 50 Jahre, Frauen über 60 haben das höchste Risiko.

 

Familiäre Vorgeschichte

In Familien, in denen bereits mehrere Frauen (insbesondere nahe Verwandte wie Mutter oder Schwester) an Brustkrebs erkrankt sind, besteht ein erhöhtes Krankheitsrisiko. In circa fünf bis zehn Prozent der Fälle sind genetische Veränderungen verantwortlich: Abweichungen in der Struktur des so genannten»Breast-cancer-1-gens« (BRCA-1-Gen) oder »Breast-cancer-2-gens« (BRCA-2-Gen) erhöhen das Brustkrebsrisiko.

 

Hormonelle Ursachen

Ein höheres Brustkrebsrisiko haben im Allgemeinen Frauen, bei denen die Menstruation früh eingesetzt bzw. spät aufgehört hat (Menopause) oder die nie bzw. erst spät Kinder bekommen haben. Im Gegensatz dazu erkranken Frauen nur selten an Brustkrebs, wenn sie ihr erstes Kind bereits in jungen Jahren bekommen, viele Kinder geboren oder relativ früh die Funktion der Eierstöcke (Fortpflanzungsorgan) eingebüßt haben. Die medizinische These: Das Hormon Östrogen, das wichtigste weibliche Sexualhormon, beeinflusst das Brustkrebsrisiko.

 

Ungesund leben

Besonders unsere Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten spielen eine große Rolle, wenn es um das Thema Brustkrebs geht. Stehen zu viel tierische Fette auf dem Speiseplan, können diese die Tumorentstehung begünstigen. Was den Konsum von Alkohol betrifft, gehen Forscher mittlerweile davon aus, dass etwa ein Liter Bier oder 0,4 Liter Wein regelmäßig (pro Tag) ausreichen, um das Risiko deutlich zu steigern. Beim Thema Rauchen gehen die Meinungen auseinander: Eindeutiges Datenmaterial, das beweist, dass Raucherinnen häufiger an Brustkrebs erkranken als Nichtraucherinnen, gibt es nicht. Trotzdem deuten einige Studien darauf hin, dass sich Frauen, die Rauchen, einem erhöhten Brustkrebsrisiko aussetzen. Sportliche Betätigung und Bewegung hingegen wirken dem Risiko entgegen: Frauen, die regelmäßig (drei bis vier Stunden pro Woche) trainieren, haben ein deutlich niedrigeres Brustkrebsrisiko als Frauen, die keinen Sport treiben.

 

Umweltfaktoren

Auch Umweltgiften (wie z.B. Pilz- und Ungezieferbekämpfungsmittel) wird bei der Entstehung von Brustkrebs eine wichtige Rolle zugeschrieben. Hier ist die Forschung allerdings noch nicht so weit, dass klare Aussagen zur Gefährlichkeit bestimmter Gifte getroffen werden können.