Was ist nach der Ohrkorrektur zu beachten?
Am Ende der Operation legt der Chirurg eine kleine weiche Gummilasche unter die Ohrhaut. Sie verhindert die Entstehung von Blutergüssen und wird nach ein bis zwei Tagen normalerweise schmerzlos entfernt.
Leichte Schwellungen und Schmerzen sowie eine bläuliche Verfärbung der Ohrhaut sind anfangs normal. Wir verabreichen während der Operation ein langwirkendes örtliches Betäubungsmittel. In der ersten Woche nach der Operation trägt der Patient einen speziellen Pflasterverband. Eine erhöhte Schlafposition minimiert Schwellungen.
Kinder sollten 4 Wochen ganztägig und über weitere 2 Wochen nachts ein Stirnband tragen, um ein Abknicken der Ohren zu verhindern. Bei Erwachsenen genügt ein nächtlicher Schutz. In dieser Zeit sind die Ohren meist noch geschwollen und berührungsempfindlich. Ihre Haare können Sie nach dem Entfernen des Pflasterverbandes wieder waschen. Die Hautnähte entfernen wir nach 10-14 Tagen.
Das sollten Sie zunächst vermeiden:
- Körperliche Anstrengungen und Sport (bis 2-3 Wochen nach der Operation)
- Übermäßige Wärme(z.B. Sauna)
- UV-Licht (z.B. Solarium)
Die endgültige Ohrform ist erst 2-3 Monaten nach der Ohrkorrektur klar zu erkennen. Die Narbe verblasst gewöhnlich im Laufe der Zeit.
Welche Risiken hat eine Ohrkorrektur?
Eine Ohrkorrektur ist allgemein mit niedrigen Risiken verbunden. Wie bei allen operativen Eingriffen sind jedoch Komplikationen nicht vollständig auszuschließen. Wir erläutern Ihnen dies in einem ausführlichen Beratungsgespräch.
Eine normale Folge der Ohrkorrektur ist eine vorübergehende Verfärbung und Gefühlsminderung der Ohrhaut. Diese Symptome bilden sich in der Regel im Laufe der Zeit wieder zurück. In manchen Fällen sammelt sich unter der Ohrhaut ein Bluterguss. Dieser muss rasch erkannt und entfernt werden, sonst kommt es zu einer Schädigung der Ohrhaut und des Ohrknorpels. Meist genügt ein Ausspülen.
Weitere mögliche Probleme:
- Infektion des Ohrknorpels: Sie lässt sich grundsätzlich mit Antibiotika effektiv behandeln und ist äußerst selten. Fast nie ist eine erneute Operation notwendig.
- Durchblutungsstörungen der Ohrhaut: Voroperation oder Nikotinkonsum erhöhen das Risiko. In Einzelfällen muss ein Chirurg den Defekt operativ überdecken.
- Ausriss der Nähte: Durch Zug oder Abknicken der frisch operierten Ohren können die Nähte aufreißen und die Ohrform wird beeinträchtigt.
- Narbenwucherung: Bei entsprechender Veranlagung bildet sich in manchen Fällen ein sogenannter Keloid. Hier kann eine spezielle Narbenbehandlung helfen.
- Ungleichheiten (Asymmetrien): Eine völlige Symmetrie der Ohrform und Stellung ist unmöglich. Auch nach einer Ohrkorrektur bleiben Unterschiede bestehen. Falls erforderlich ist ein erneuter operativer Ausgleich machbar.
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