Gesichtslähmung

 

Ein Gesicht spricht Bände. Diese Redensart verrät wie wichtig die Mimik für unsere alltägliche Kommunikation ist. Funktionelle Störungen der Gesichtsnerven haben daher oft negative Auswirkungen für die Betroffenen - bis hin zur sozialen Isolation. Die ästhetisch-plastische Medizin will diesen Menschen ihre Mimik und damit auch ihre Lebensqualität wiedergeben.

           

Was ist eine Gesichtslähmung? 

Acht Gesichtsmuskeln sind im Wesentlichen für unsere Mimik verantwortlich. Gesteuert werden sie vom sogenannten „siebten Hirnnerven“ (Fazialis-Nerv). Ist dieser beeinträchtigt, kommt es zu Lähmungserscheinungen. Fachleute sprechen dann von einer „Fazialsparese“.

Die Ursachen für eine Gesichtslähmung sind verschieden: Meist steckt eine Einengung des Nervs durch gutartige Tumore des benachbarten Hörnervs dahinter. Aber auch Entzündungen, Verletzungen oder Infektionen wie Gürtelrose, Borreliose und Virusinfekte sind mögliche Auslöser. Zudem ist eine Gesichtslähmung eine häufige Begleiterscheinung bei Schlaganfällen.

Oft ist nur eine Gesichtshälfte betroffen. Je nach dem welcher Teil des Nervs beeinträchtigt ist, schließt das Augenlid nicht mehr vollständig (Bell’sches Phänomen) oder das Unterlid hängt herab (Ektropium). Die Folgen: Vermehrtes Tränenträufeln oder eine verminderte Speichel- und Tränenproduktion. In diesem Fall ist auch das Auge selbst gefährdet. Ist der sogenannte „Mundast“ des Gesichtsnervs betroffen, hängt der Mundwinkel nach unten. Dies führt zu Problemen beim Essen und zu Sprachstörungen.