Trichterbrust

 

Was ist eine Trichterbrust?

Die Trichterbrust ist die häufigste Fehlbildung der Brustwand. Ursache ist eine Verformung des Rippenknorpels, der den knöchernen Teil der Rippe mit dem Brustbein verbindet. Die Folge: Die Rippen wölben sich nach innen und bilden eine trichterförmige Delle. Auch das Brustbein selbst senkt sich ein.

Vermutliche Ursache der Trichterbrust ist eine Stoffwechselstörung, die das Wachstum des Knorpels beeinträchtigt. 0,3 bis 0,01 Prozent aller Neugeborenen sind von einer Trichterbrust betroffen – Männer dreimal häufiger als Frauen. Eine Trichterbrust ist meist schon unmittelbar nach der Geburt zu erkennen. In Phasen des schnellen Körperwachstums, wie der Pubertät, prägt sich die Trichterbrust weiter aus.

 

Wann muss eine Trichterbrust korrigiert werden? 

In der Regel ist die Trichterbrust nur ein ästhetisches Problem: 95% der Betroffenen haben keinerlei Lungen- oder Herzprobleme. Aus medizinischer Sicht ist eine Korrektur daher meist nicht notwendig. Die psychischen Belastungen für die Betroffenen sind aber nicht zu unterschätzen:  Viele ziehen sich zurück und meiden Orte und Aktivitäten, bei denen sie ihren Körper zeigen müssen (z.B. im Schwimmbad). In diesen Fällen ist eine operative Korrektur dennoch sinnvoll.

Bei ca. fünf Prozent der Betroffenen führt die Trichterbrust auch zu körperlichen Symptomen. Ein Grund: Durch die Einbuchtung des Brustbeines verringert sich der Platz im Brustkorb. Herz und Lunge passen sich dieser Veränderung gewöhnlich an. Nur in seltenen Fällen kommt es zu Kurzatmigkeit und leichten Herzrhythmusstörungen. Ernstere Folgen einer Trichterbrust sind Fehlhaltungen, die Bandscheibenprobleme und Rückenschmerzen auslösen.