Was ist nach der Operation zu beachten?
Anfangs sind leichte Schwellungen und Schmerzen im Wundgebiet normal. Die richtigen Medikamente verschaffen hier schnell Linderung. Brusthaut und Brustwarzen bleiben aber für einige Wochen besonders berührungsempfindlich. Wenige Tage nach der Brustvergrößerung entfernt Ihr Arzt die Wunddrainagen und Sie können sich wieder duschen. In der Folgezeit wird er den Heilungsverlauf regelmäßig beobachten. Nach drei Wochen werden die nicht selbstauflösenden Fäden entfernt.
Das hilft bei der Heilung:
- Vermeiden Sie Stress (in den ersten zehn Tagen nach der Operation).
- Tragen Sie einen speziellen stützenden BH (drei bis sechs Wochen).
- Pflegen Sie die Narben mit rückfettenden Cremes und leichten Massagen.
Das sollten Sie vermeiden:
- Vollbäder
- Anheben der Arme über Schulterhöhe (verursacht Zug auf die Nähte)
- Übermäßige Wärme (z.B. Sauna)
- Körperliche Anstrengung, Sport (drei bis vier Wochen nach der Operation)
- Direkte Sonneneinstrahlung/Solarium (verursacht Pigmentveränderungen, erste sechs Monate nach der Operation)
Das endgültige Ergebnis ist erst nach Rückgang der Schwellung nach einigen Monaten zu beurteilen. Narben und Verhärtungen des Gewebes verändern sich sogar noch während des folgenden Jahres. Trotzdem: Bereits wenige Tage nach dem Eingriff werden Sie weitgehend beschwerdefrei sein und nach drei bis vier Wochen sind Sie wieder voll arbeitsfähig.
Ist eine Brustvergrößerung mit Risiken verbunden?
Die Brustvergröβerung ist allgemein mit niedrigen Risiken verbunden. Trotzdem sind Komplikationen nicht völlig auszuschlieβen. Das häufigste Problem nach einer Brustvergröβerung ist die sogenannte Kapselfibrose“ (Implantatverhärtung). Nach der Operation bildet Ihr Körper eine Hülle aus Bindegewebe um das Implantat. Diese sogenannte „Kapsel“ ist in der Regel so dünn, dass sie nicht zu tasten ist. In manchen Fällen, z.T. erst nach vielen Jahren, zieht sich diese Bindegewebskapsel zusammen: Die Folge: Das Implantat fühlt sich fest oder hart an. Führt eine Kapselfibrose zu Schmerzen oder einer ästhetischen Beeinträchtigung, entfernt der Arzt die Narbe und tauscht das Implantat aus.
Wie alle Kunststoffe unterliegen auch Silikonimplantate einer Materialermüdung. Wir verwenden nur hochwertige Markenprodukte mit entsprechender Qualitätsgarantie. Zur Sicherheit empfehlen wir die Brust jährlich mit Ultraschall untersuchen zu lassen. Stellt der Arzt dabei einen Implantatschaden fest, sollte das Implantat ausgetauscht werden.
In einigen seltenen Fällen treten Wundheilungsstörungen, Blutergüsse, Entzündungen oder eine verlängerte Wundsekretion auf. Diese heilen meist von selber und eine erneute Operation ist nur in Ausnahmefällen erforderlich.
Insbesondere bei Platzierung unter dem Brustmuskel wird gelegentlich eine Mitbewegung beim Anspannen des Muskels berichtet. Durch die innere Narbenbildung kann es unter Umständen zu einer asymmetrischen Verheilung kommen, die jedoch nur sehr selten einer Korrekturoperation bedarf. Die Stillfähigkeit wird durch das Implantat nicht beeinträchtigt. Die Brustkrebsvorsorge ist mit Ultraschall und NMR in der Regel problemlos möglich.
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