Im Allgemeinen vergrößert der Chirurg die Brust durch Implantate. Das genaue Vorgehen bei einer Brustvergrößerung hängt von individuellen Faktoren ab: der Brustgröβe und -form, einer mögliche Ungleichheit zwischen den Brüsten (Asymmetrie) sowie der Gewebe-Struktur.
Welche Implantate gibt es?
Heutzutage verwenden Ärzte moderne Implantate, die mit Silikon-Gel oder Hydrogel gefüllt sind. Sie besitzen eine Außenhaut aus robustem Silikon und ihre Füllungen sind zusammenhängend (kohäsiv). Der Vorteil: Ein „Auslaufen“ des Silikons ist fast unmöglich. Je nach Oberflächenbeschaffenheit und Form unterscheidet man glattwandige bzw. aufgeraute (texturierte) und runde bzw. anatomische Implantate. Eine texturierte Oberfläche neigt vermutlich weniger zur Kapselbildung als glattwandige Implantate. Welches Implantat für Sie am besten geeignet ist, ermittelt Ihr Arzt in einer eingehenden Untersuchung.
Wie bereite ich mich auf eine Brustvergrößerung vor?
Vor der Operation sollten Sie in guter gesundheitlicher Verfassung sein. Das heißt auch: Reduzieren Sie Ihren Nikotin- und Alkoholkonsum auf ein Minimum in den 14 Tagen vor und nach der Operation. Darüber hinaus sollten Sie zwei Wochen vor der OP keine Medikamente nehmen, die die Blutgerinnung hemmen (z.B. Aspirin). Eine weitere Empfehlung: Je nach Alter und persönlichem Risiko ist es ratsam, vor der Operation eine Mammographie (Röntgenuntersuchung der Brust) oder eine Ultraschalluntersuchung durchzuführen.
Wie läuft eine Brustvergrößerung ab?
Die Operation erfolgt in der Regel in Vollnarkose im Rahmen eines stationären Aufenthaltes. Sie dauert ca. zwei Stunden. Der Chirurg führt dabei das Implantat entweder durch einen Hautschnitt in der natürlichen Brustumschlagsfalte am Rand der Brustwarze oder in der Achsel ein. Das Implantat kann entweder hinter die Brustdrüse (subglandulär) oder hinter den Brustmuskel (submuskulär) eingesetzt werden - je nach lokaler Gewebebeschaffenheit und gewünschter Brustform.
Wie lange hält das Ergebnis der Brustvergrößerung vor?
Das Ergebnis ist in der Regel sehr dauerhaft und hält je nach Veranlagung viele Jahre. Der natürliche Alterungsprozess und die Schwerkraft werden die Form der Brust wieder verändern. Eine Bruststraffung kann dann das Aussehen erneut verbessern. Bei sehr lockerem Hautmantel und tief stehender Brustwarze ist in manchen Fällen die Kombination der Brustvergröβerung mit einer Bruststraffung (Mastopexie) sinnvoll. Bei diesem Vorgehen sind zusätzliche Narben leider unvermeidlich.
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